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Lüftung - Hygienische Aspekte

Lüftung, und damit eine hygienisch einwandfreie Raumluft, ist eine Grundvoraussetzung für gesundes Wohnen.

Seit Beginn der 80-er Jahre wird das so genannte Sick-Building-Syndrom (SBS) diskutiert.

Darunter versteht man das häufige Auftreten von Befindlichkeitsstörungen, aber auch von Krankheitssymptomen in bestimmten Gebäuden und Räumen. Das kann zu chronischen Erkrankungen führen, welche die persönliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit reduzieren und damit neben dem Verlust an Lebensqualität des Einzelnen auch der Volkswirtschaft großen Schaden zufügen und gewaltige Kosten verursachen.

Grundsätzlich liegen im Innenraum folgende potentielle Risiken hinsichtlich gesundheitlicher Gefährdung:

1. Toxische Belastungen durch chemische Schadstoffe und Staub.
2. Beeinträchtigung durch Lärm, Licht, Geruch, Feuchtigkeit und Klima.
3. Mikrobielle Besiedlung (Bakterien, Viren, Schimmelpilze) im Sinne von Infektionsrisiken.
4. Allergene Belastungen.

Diese Belastungen sind in erheblichem Maße abhängig von den raumklimatischen Bedingungen, der Lüftungssituation und der Gestaltung und Nutzung des Innenraumes. Im Zuge der energiesparenden Maßnahmen Anfang der 70-er Jahre sind in der Gebäudetechnik im Hinblick auf eine verbesserte Gebäudeisolierung große Anstrengungen unternommen worden. Diese führten zu einer Verminderung der Luftwechselrate im Innenraum.

Während aus Gesundheits- und Befindlichkeitsgründen eine Luftwechselrate von 0,5 - 1,0 wünschenswert wäre, finden wir bei entsprechend isolierten Häusern nur Luftwechselraten von 0,3 - 0,5 und somit einen Austausch der belasteten Innenraumluft in viel zu geringem Maße. Aus oben genannten Gründen sind zunehmende Beschwerden der Bewohner unvermeidlich.

Deshalb kommt der kontrollierten Wohnungslüftung eine besondere Bedeutung zu. Sie soll Temperatur und Feuchte regeln, sowie eine hygienisch einwandfreie Qualität der Innenraumluft sichern.