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  • Flachdach
  • Steildach












Dachdeckerei / Klempnerei

Wenn die Dächer zu grünen Inseln mit üppiger Vegetation umgebaut werden. Begrünte Dächer sehen gut aus, sind ökologisch wertvoll und bieten den Bewohnern zusätzlichen Komfort und langfristig sogar Kosteneinsparungen.


Vorteile
  • Ein Teil des Niederschlages wird zurückgehalten, die Kanalisation entlastet.
  • Langsam verdunstende Feuchtigkeit verbessert nicht nur das Klima. Im Sommer heizen sich die unter dem
    Gründach liegenden Räume nicht so schnell auf, im Winter ist die dicke Schicht eine ideale Wärme-
    Isolierung. Folge: Die Heizkosten sinken. Auch die Schallisolierung verbessert sich. Der Bauexperte
    Gernot Minke vom Forschungslabor für Experimentelles Bauen an der Universität Kassel kommt in
    einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass dichter Bewuchs mit Wildgräsern wie zum Beispiel Rot- und
    Schafschwingel sowie Wiesenrispe auf einer 14 bis 16 cm dicken Schicht aus Magersubstrat erheblich
    zur Senkung der Heizkosten beiträgt.
  • Die Pflanzen erzeugen Sauerstoff und verbessern somit die Luftqualität.
  • Dachbegrünungen sind Ersatzflächen für durch Bebauung verloren gegangene Grünflächen.
    Sie sind Lebensraum für Insekten und Nahrungsreservoir für Vögel.
Intensiv und extensiv
Unterschieden wird zwischen intensiver und extensiver Dachbegrünung.

Intensiv begrünte Dächer benötigen eine Bodendicke von 15 bis 30 Zentimetern (einfache Intensivbegrünung).
Sollen auch größere Sträucher oder richtige Bäume gepflanzt werden, sind noch wesentlich dickere Schichten
(mit ungefähr 75 Zentimetern) nötig. Wichtig: Die Statik muss für die enorme Gewichts-Belastung ausgelegt sein.

Die Vegetationsschicht extensiver Dachbegrünungen ist etwa 3 bis 20 Zentimeter dick. Nur anspruchslosere
Pflanzen wie Gräser können hier wachsen. Vorteil: Extensiv begrünte Dächer benötigen weniger Pflege, die
Herstellungs- und Unterhaltskosten sind geringer.

Gut geeignet:
Am einfachsten sind Begrünungen auf Flachdächern und Dächern mit geringer Neigung zu verwirklichen.
Die Begrünung steilerer Dächer ist dagegen aufwändig - zusätzliche Konstruktionen sind nötig, damit die Trag-
schicht nicht abrutscht.

Da ein begrüntes Dach wurzelfest und wasserdicht sein muss und den Pflanzen ausreichend Halt und Nährstoffe
bieten soll, besteht es aus mehreren Schichten:
  • Die Wurzelschutzfolie verhindert, dass die Wurzeln der Pflanzen ins Dach eindringen es undicht machen.
  • Die darüber liegende Entwässerungsschicht besteht meist aus Blähton oder Kies. Überschüssiges Wasser
    kann dann leicht abfließen.
  • Die Substratschicht ist ein Gemisch aus Erde, Sand und Schüttgütern, auf der die Pflanzen wachsen.
  • Wer sein Dach begrünen will, sollte unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen. Landschaftsgärtnereien, Dachdeckereien und Architekten sind die richtigen Ansprechpartner.
 

Bepflanzung und Pflege
  • Die Pflanzen auf Gründächern müssen mehreren Anforderungen entsprechen: Sie dürfen kein zu starkes
    Wurzelwerk haben, das die Wurzelschutzfolie beschädigen könnte und sie müssen längere Trocken-
    perioden überstehen.
  • Die preiswerteste Art der Begrünung ist das eingesäte Grasdach. Nachteil: Die Samen müssen zunächst
    permanent feucht gehalten und vor Vögeln geschützt werden. Starke Regengüsse schwemmen die Saat
    herunter.
  • Die teurere aber schnellere Alternative ist die begrünte Matte: Sofort nach der Verlegung ist das Dach grün.
Intensive Begrünungen sind deutlich teurer, bieten aber auch wesentlich mehr Variationsmöglichkeiten. In Kombination
mit einer Dachterrasse wird das Gründach zum Gartenersatz.

Extensive Dachbegrünungen sind pflegeleicht. Intensive Dachbegrünungen erfordern mehr Aufwand - genau wie ein
normaler Garten. Ein Fachmann sollte in jedem Fall etwa 1 bis 2 mal im Jahr das Gründach kontrollieren und
eventuell nachpflanzen oder düngen.