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Blockheizkraftwerk
Die
sogenannten Blockheizkraftwerke (BHKW) sind heute eine ökologische,
nachhaltige – und darüber hinaus wirtschaftliche Alternative zu konventionellen
Heizsystemen.
Wird in
einer Anlage gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt, so spricht man von einer
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Geschieht dies in einer kompakten Anlage und nicht
in einem Heizkraftwerk, so handelt es sich dabei um ein Blockheizkraftwerk
(BHKW).
Die entscheidenden Vorteile der BHKW sind ihr großes Energiesparpotential,
verbunden mit einem hohen Maß an Umweltverträglichkeiten in dezentralen
Einheiten.
Als Brennstoffe werden eingesetzt:
- Pflanzenöl
- Pellets
- Gas
- Heizöl
Die
Einsatzbereiche erstrecken sich insbesondere auf Industrie, Landwirtschaft und
Gewerbe, aber auch Wohnsiedlungen,
Hochhäuser, Einzelhäuser.
Da Strom und Wärme dezentral dort erzeugt
werden, wo sich auch genutzt werden, treten nur minimal Verluste auf.
Im
Herbst 2004 trat das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft.
Durch
das neue EEG können auch sogar Haushalte mit geringeren Energiebedarf in
den Genuss eines zweiten Standbeines und einer langfristigen
Kostenstabilisierung bei den Ausgaben für Energie kommen.
Die
Vergütungshöhe des eingespeisten Stromes wird im EEG auf 20 Jahre garantiert.
Für
die Grundvergütung gilt eine jährliche Degression von 1,5%. Neben der
Grundvergütung und dem Bio- (oder NaWaRo-) Bonus ist
unter bestimmten Voraussetzungen eine zusätzliche Förderung durch den Kraft-
Wärme- Kopplungs- (KWK) Bonus und den Techno- Bonus möglich.
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Leistung (kW)
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Grundvergütung (€ct/kWh)
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NaWaRo-Bonus (€ct/kWh)
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KWK-Bonus (€ct/kWh)
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Techno-Bonus (€ct/kWh)
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bis 150
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10,83
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+ 6,0
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+ 2,0
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+ 2,0
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bis 500
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9,32
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+ 6,0
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+ 2,0
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+ 2,0
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bis 5000
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8,38
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+ 4,0
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+ 2,0
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+ 2,0
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über 5000
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7,91
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+ 0,0
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+ 2,0
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+ 0,0
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Stand 2008
Bei einem Pflanzenöl BHKW bis 150 kW liegt die Vergütung bei 18,83 Cent/kWh zzgl. 19% Mwst.
Bei einem Pellets BHKW liegt die Vergütung bei 20,83 Cent/kWh zzgl. 19% Mwst.
Die Energiesteuer für den verbrauchten Brennstoff wird zurückerstattet (z.B. bei Erdgas: 0,55 ct/kWh).
Zusätzliche
Fördermöglichkeiten bieten das BAFA mit nichtrückzahlbaren Sofortzuschüssen und
die KfW mit zinsgünstigen Finanzierungen.
Bei
ausreichend hoher Grundlast können BHKW durch die Einspeisevergütungen des
EEG neben der kosteneffizienten Heizung und Strom-/ Notstromversorgung sogar
Gewinne durch den Stromverkauf erwirtschaften.
Pflanzenöl
Neben
den immensen wirtschaftlichen Vorteilen bei dem Betrieb eines Pflanzenöl-
Blockheizkraftwerkes
sprechen eine Vielzahl von weiteren Argumenten für den Einsatz von Pflanzenöl:
- Pflanzenöl ist ein regenerativer Energieträger
- Pflanzenöl weist eine CO2-neutrale Verbrennung auf (geschlossener
Kohlenstoffkreislauf)
- Pflanzenöl hat pro Molekül ca. 10% Sauerstoff – eine Bedingung für die saubere
Verbrennung
- Pflanzenöl verringert giftige Emissionen von Kohlenmonoxid um ca. 20%
- Pflanzenöl verringert die Schadstoff-Emissionen an Kohlenwasserstoffen um ca.
30%
- Pflanzenöl wird bei Unfällen im Bodenbereich innerhalb von 3 Wochen zu 90%
abgebaut
- Pflanzenöl hilft den Treibhausgaseffekt zu reduzieren; Einsparung: ca. 2,9 kg
CO2/kg
- Ölpflanzen werden regional angebaut, was zur Vermeidung von langen
Transportwegen führt
- Bestehende Tankanlagen können für Pflanzenöl genutzt werden ohne Umbaumaßnahmen;
auch wenn die Tanks für Heizöl nicht mehr zulässig sein sollten
- Pflanzenölproduktion stärkt die heimische Landwirtschaft
- Pflanzenöl einzusetzen hilft die Abhängigkeit vom Mineralölmarkt zu mildern
- Pflanzenöl ist ein umweltfreundlicher Kraftstoff für Fahrzeuge aller Art
- Pflanzenöl ist ein gefahrlos lagerfähiger Kraftstoff
- Pflanzenöl stellt keine Umweltgefährdung bei Transport und Lagerung dar
- Pflanzenöl hat einen Flammpunkt von über 270°C und ist damit ein sicherer
Kraftstoff
- Pflanzenöl ist nicht wassergefährdend
- Pflanzenöl ist nicht abdampfend und damit nicht feuergefährlich
- Pflanzenöl weist deutlich geringere Emissionen an polyzyklischen
Kohlenwasserstoffen auf
- Pflanzenöl hat im Vergleich zum Dieselkraftstoff nahezu 50% weniger
Ruß-Emissionen
- Pflanzenöl weist keine Schwefel- oder Schwermetallemissionen auf
- Pflanzenöl mit seiner Schwefelfreiheit eignet sich ideal beim Einsatz von
Katalysatoren

Es
gibt weltweit mehr als 2000 verschiedene Ölsaaten, die zu Pflanzenöl
verarbeitet werden. Dazu gehören unter anderem (nach weltweiter
Produktionsmenge 2006 sortiert):
Palmöl (~ 39 Mio Tonnen –
Ölgehalt 45 bis 50% - Plantagenwirtschaft)
Sojaöl (~ 36 Mio Tonnen Öl –
Vorwiegend als Proteinlieferant verwendet, da nur 20% Ölgehalt – einjährige
Pflanze)
Rapsöl (ca. 18 Mio Tonnen Öl
– Ölgehalt 30 bis 40 %)
Sonnenblumenöl (11
Mio Tonnen Öl – Ölgehalt ~ 45%)
Die 6
wichtigsten Anbauländer für Rapsöl sind (ungefähre Angaben):
China
(7 Mio ha)
Indien
(6,7 Mio ha)
Kanada
(5 Mio ha)
Deutschland
(1,3 Mio ha)
Australien
(1,1 Mio ha)
Frankreich
(1,1 Mio ha)
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